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18. Krücken für den König ...

... der Wälder. Dabei ist der Rothirsch gar kein reiner Waldbewohner. Viel glücklicher ist Rotwild in offenen und halboffenen Lebensräumen, wie sie die Almflächen und lichte, lückige ergwälder bieten. Aber strenger Jagddruck und nur wenig ungestörte Rückzugsräume haben aus dem agaktiven, sichtbaren Hirschen eine scheue, nächtliche Waldart gemacht. Außerdem würden viele Hirsch mit ihren Rudeln im Winter in Tallagen und Auwälder wandern. Das verhindern heute dichte Besiedlung und Straßennetz. Damit Rotwild in seinem „Winter-Ersatz-Lebensraum“ im Bergwald nicht aus Not junge Baumpflanzen ratzeputz kahlfrisst, wird ihnen an Fütterungen als Ausgleich „Ablenk-Futter“ angeboten. Wölfe finden die Konzentration von vielen Wildtieren auf wenig Raum, wie bei einer Fütterung, auch attraktiv. In Zukunft wird man viel mehr darauf achten müssen, wo Winterfütterungen angelegt werden. Rotwild muss sich an den künstlichen Futterstellen sicher fühlen können, in dem sie einen guten Überblick über das Gelände haben und einen annähernden Feind frühzeitig erkennen können. Der Mensch muss lernen, die Landschaft wieder mit den Augen der Wildtiere zu sehen.