Newsletter 1/2021

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im heutigen Newsletter möchten wir Euch gerne das neue EU-Herdenschutzprojekt LIFEstockProtect vorstellen, welches sich Ende Januar bei einem großen online Kick-Off Event präsentierte:

Da Herdenschutz seit langem ein Brennpunkt-Thema in den deutschsprachigen Alpenländern ist, startete im September 2020 LIFEstockProtect - ein 5-jähriges Projekt von, für und mit landwirtschaftlichen Organisationen zur Schulung und Ausbildung sowie Erprobung und Umsetzung wirksamer Herdenschutzmaßnahmen im deutschsprachigen Alpenraum von Flachlandweiden bis zu Hochalmen, kofinanziert von der Europäischen Kommission.

Lifestock Protect Logo
Kurzüberblick Projekt

•  3 Regionen: Österreich, Italien, Deutschland
•  4 Konferenzen
•  4,9 Mio Euro finanziert von dem EU LIFE Programm
•  5 Jahre
•  20 Herdenschutzkompetenzzentren
•  20 Wolfsspürhunde
•  180 Schulungen
•  17 Partner


Österreich
•  Koordinierender Begünstigter: BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien
•  Projektmanagement: European Wilderness Society
•  Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs
•  VetMedUni Wien
•  Naturschutzbund Österreich
•  Umweltdachverband Österreich
•  BIO AUSTRIA Bundesverband
•  Tourismusverband Tiroler Oberland
•  Naturschutzhunde – Spürhunde im Natur- und Artenschutz

Deutschland (Bayern)
•  Bioland Bayern
•  Bioland Beratung GmbH
•  BUND Naturschutz in Bayern
•  OPUS

Italien (Südtirol)
•  Arbeitsgemeinschaft für die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise
•  EURAC Research
•  Naturmuseum Bozen
•  Eliante


Alpine Herdenschutzkonferenz Januar 2021

Am 26. Januar fand im Rahmen von LIFEstockProtect die erste mehrsprachige Alpine Herdenschutzkonferenz statt. Nach einer Vorstellung des Projekts durch die 17 Partner, berichteten vier Nutztierbesitzer aus Österreich, Südtirol und Bayern ausführlich über ihre Erfahrungen mit Herdenschutz und beantworteten viele Fragen der fast 500 Teilnehmer.

Das Projekt LIFEstockProtect ist deshalb so einzigartig, da die betroffenen landwirtschaftlichen Organisationen mit mehr als 16.000 Mitgliedern dank finanzieller Hilfe der EU und Unterstützung von Wissenschaftlern und Naturschützern selbst die Initiative für Herdenschutz im deutschsprachigen Alpenraum ergreifen. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, bestehende oder mögliche Herdenschutzmaßnahmen analysiert und erprobt und die Ergebnisse werden allen landwirtschaftlichen Betrieben zugänglich gemacht.
Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem Zusammenspiel von Herdenschutz und Tourismus und dem Einsatz von Herdenschutzhunden und Hirten. Mit einem groß angelegten Ausbildungsprogramm konzentriert sich LIFEstockProtect auf den Herdenschutz von Pferd, Schwein, Geflügel, Rind, Schaf und Ziege. In den nächsten fünf Jahren werden mehr als 1000 Landwirte, Herdenschutzberater und Hirten aus- und weitergebildet.
Zusätzlich entstehen in allen drei Ländern 20 Herdenschutzkompetenzzentren. Nach Abschluss der vorbereitenden Maßnahmen sind flächendeckende Ausbildungskurse im Herbst 2021 geplant.

LIFEstockProtect ist wirklich ein Meilenstein in der Rückkehr der großen Beutegreifer. Denn der unumgängliche Herdenschutz ist eine große Herausforderung für viele Weidetierhalter. Das praxisorientierte Projekt wird sie auf diesem Weg tatkräftig unterstützen!

Mehr Informationen und Kontakt: lifestockprotect.info

Herzliche Grüße von Franziska Baur!

 
Bayern Wild Newsletter
16. Mai 2021
 
 
 
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