Beutegreifer und Nutztiere

In erster Linie befassen wir uns hier mit der Anwesenheit von Wölfen in Weidegebieten. Bei der Etablierung von Herdenschutzmaßnahmen spielt er die wichtigste Rolle.

Die Wölfe kehren nach Bayern zurück. Und sie bleiben. Aktuell (10/2019) gibt es Wölfe im Bayerischen Wald, Veldensteiner Forst, Grafenwöhr und in der Rhön. Durchziehende Tiere sind nahezu überall in Bayern möglich. Als Naturschutzverband begrüßen wir die Rückkehr der Wölfe. Sie gehören zur natürlichen Artenausstattung unserer Heimat. Sie bereichern das Ökosystem und faszinieren uns als anpassungsfähige Raubtiere.

Was uns eine Freude ist, bereitet anderen Sorge. Seit vielen Jahren bemühen sich Verbände das Thema Herdenschutz in den Fokus zu rücken. Dringender Handlungsbedarf ist gerade im Bereich Herdenschutz geboten! Für alle Nutztierbetriebe in Bayern muss es die Möglichkeit geben unbürokratische Hilfe für den Herdenschutz zu bekommen und praxistaugliche Lösungen für ihre Haltung zu finden. Die Förderrichtlinie hierfür stehen noch aus (Stand 11/2019).
Es gibt eine Vielzahl an Informationen über Herdenschutz und Erfahrungen aus anderen Bundesländern oder in Nachbarstaaten. Daraus können wir lernen. Die eigene Erfahrung damit zu machen und individuell anzupassen, wird uns aber nicht erspart bleiben.